Die sogenannte Süntel-Buche kommt sehr selten und ursprünglich nur regional im Weserbergland vor. Sie gehört zu den Rotbuchen und zeichnet sich durch einen extrem verkrüppelten und verdrehten Wuchs aus. Dadurch ist die Höhe auf gut 10 Meter begrenzt, da die dicken, verdrehten Äste dann bereits abbrechen. Oft wachsen die Bäume mehr in die Breite als in die Höhe und der Stamm bildet bereits nach einem meter schon dicke Äste aus, die teilweise den Boden berühren.
Früher würde der Baum auch als Hexen-Holz oder Teufels-Buche bezeichnet, da sich die Menschen früher diese ungewöhnliche Wuchsform nicht erklären konnten. Wer einmal in der Dämmerung im Süntelbuchenwald war, merkt wie unheimlich die Stämme im schwindenden Licht aussehen können.

Woher die Wuchsform stammt, ist bis heute nicht eindeutig erklärt. Durch geschenke der Adligen an andere Parks sind einige Exemplare mittlerweile auch an anderen Standorten in Deutschland zu finden. Der Hauptbestand liegt aber, wie der Name schon sagt, in der Nähe des Süntels, einem Höhenzug des Weserberglandes.

Ein Besuch der Buchen ist zu jeder Jahreszeit empfehlenswert. Ob im Frühjahr mit den zarten Blattknospen, im Sommer mit der dichten und grünen Laubkrone, im Herbst wenn die Blätter sich gelb verfärben und dann natürlich im Winter wenn die ganze Pracht der verdrehten Stämme erst sichtbar wird.

Als Ausrüstung ist neben einem Weitwinkel von ca. 16 mm bis 24 mm auch ein Normalobjektiv (50 mm) und ein leichtes Tele (ab 100 mm) zu empfehlen.