Fauna

Deutschlands faszinierende Tierwelt Wildlife zu fotografieren ist oftmals schwierig, da die Tiere in den meisten Regionen eine recht hohe Fluchtdistanz haben. Längere Telebrennweiten sind daher immer von Vorteil. Welche Brennweite genutzt werden sollte, hängt sehr von der Spezies und der Region ab. Empfehlenswert ist eine Brennweite ab 400 mm, je mehr desto eher ist es möglich formatfüllende Aufnahmen zu erhalten.
Auch das Licht in den Regionen spielt eine wichtige Rolle, so ist z.B. bei der Rotwild-Fotografie im dunklerem Wald ein lichtstarkes Objektiv von Vorteil, wobei an der Küste auch lichtschwächere Objektive ausreichen.
Die modernen Digitalkameras erlauben mittlerweile eine recht hohe ISO Empfindlichkeitseinstellung bei nur noch geringen Qualitätsverlusten. So ist es auch mit günstigerem Equipment möglich Bilder mit guter Qualität zu produzieren. Als ein sehr guter Kompromiss zwischen Qualität und Kosten haben sich die 150-600 mm Zoomobjektive verschiedener Hersteller herausgestellt. Trotz der geringen Lichtstärke von f 6,3 bei 600 mm lassen sich damit auch bei schlechtem Wetter und höherern ISO Zahlen sehr gute Aufnahmen erstellen. Durch den großen Brennweitenbereich ist man gut gwappnet für die Tierfotografie in Deutschland.

Nachfolgend einige Beispiele mit kurzer Entstehungsgeschichte und dem benutztem Equipment.

Schlechtwetterfotos

Das es sich manchmal auch lohnt bei Regenwetter auf Tour zu gehen, zeigt dieses Bild. Ein Eisvogel wartet geduldig auf seinem Ansitz auf Fische. Durch die etwas längere Belichtungszeit war es möglich den Vogel noch scharf abzubilden, während der Regen bereits strichförmig sichtbar wurde.

EXIF Daten:
Canon DSLR
Tamron 150-600 G2 bei 600 mm
Blende 6,3
Zeit 1/60 s
ISO 1.000
Stativ

Fotograf & Copyright: Jörn Gebhardt
www.joerngebhardt.de
Facebookseite

Kranichzug

Jedes Jahr im Herbst lassen sich an einigen Stellen Norddeutschlands Zehntausende Kraniche beobachten. Tagsüber meist auf den abgeernteten Maisfeldern, wo sie nach Nahrung suchen und Abends beim Einflug in Richtung Schlafplätze. Hier ein Bild startender Kraniche auf den Maisfeldern Mecklenburg-Vorpommerns.

EXIF Daten:
Canon DSLR
Tamron 150-600 bei 600 mm
Blende 6,3
Zeit 1/800 s
ISO 500

Fotograf & Copyright: Jörn Gebhardt
www.joerngebhardt.de
Facebookseite

Der richtige Moment

Oft sind es nur Kleinigkeiten die ein außergewöhnliches Bild von einem normalen unterscheiden. In diesem Fall würde der Kormoran auf dem Pfahl relativ langweilig aussehen. Wenn man aber wartet bis etwas Außergewöhnliches passiert, kann das Bild gleich deutlich aufgewertet werden. In diesem Fall flogen einige Möwen dicht über den Kormoran hinweg, was ihm gar nicht gefiel, so dass er sich lauthals beschwerte.

EXIF Daten:
Canon DSLR
Tamron 150-600 bei 600 mm
Blende 6,3
Zeit 1/200 s
ISO 400
Belichtungskorrektur +1,6 Blenden
Freihand

Fotograf & Copyright: Jörn Gebhardt
www.joerngebhardt.de
Facebookseite

Türkentaube

Ein schönes Beispiel für eine warme Lichtstimmung mit guter Freistellung des Motivs durch eine lange Brennweite. Die Taube kommt in regelmäßigen Abständen ans Vogelhaus und so hatte man die Möglichkeit unterschiedliche Aufnahmen mit  verschiedenen Lichtstimmungen zu erstellen.
Diese Aufnahme am frühen Morgen kurz nach Sonnenaufgang ist eine der schönsten aus der Serie.

EXIF Daten:
Canon DSLR
Tamron 150-600 bei 483 mm
Blende 7,1
Zeit 1/320 s
ISO 640
Belichtungskorrektur -2/3 Blenden
Stativ

Fotograf & Copyright: Jörn Gebhardt
www.joerngebhardt.de
Facebookseite

Rauchschwalbe im Flug

Wer den nachführenden Autofokus seines Kamerasystems mal ausführlich testen möchte, sollte mal versuchen die schnellen Rauschwalben im Flug zu fotografieren. Selbst die aktuellen Topmodelle stoßen dabei schnell an ihre Grenzen. Ein weiteres Problem ist meist die lange Brennweite, wodurch man das Motiv sehr schnell aus den Augen verliert, bzw. gar nicht erst in den Sucher bekommt.

Aber mit viel Geduld, Ausdauer und hunderten Bildern Ausschuß gelingen dann doch ein paar schöne Aufnahmen, wie dieses Beispiel zeigt.

EXIF Daten:
Canon DSLR
Tamron 150-600 bei 405 mm
Blende 6,3
Zeit 1/1.500 s
ISO 200
Belichtungskorrektur +2/3 Blenden
Freihand

Fotograf & Copyright: Jörn Gebhardt
www.joerngebhardt.de
Facebookseite

Dorngrasmücke und Schnecke

 

Wie so oft in der Naturfotografie brauchte der Fotograf auch für diese Aufnahme viel Geduld. Schon Tage vorher wurde die Dorngrasmücke regelmäßig an derselben Stelle beobachtet, aber aufgrund der Fluchtdistanz entstand kein brauchbares Foto, da der Vogel bei Annäherung immer wieder die Flucht ergriff.
An einem Morgen gelang dann diese Aufnahme nach ungefähr 2 Stunden warten. Das Stativ, Kamera und natürlich der Fotograf standen etwa 5 Meter entfernt im Gebüsch ohne sonstige Tarnung. Wie jeden Tag setze sich die Dorngrasmücke auch diesen Morgen wieder auf den Zaun, diesmal sogar mit Nistmaterial. Die Schnecke unten am Zaun in derselben Schärfe Ebene war purer Zufall.

EXIF Daten:
Canon DSLR
Tamron 150-600 bei 600 mm
Blende 6,3
Zeit 1/640 s
ISO 400
Belichtungskorrektur -1/3 Blenden
Stativ

Fotograf & Copyright: Jörn Gebhardt
www.joerngebhardt.de
Facebookseite

Kontakt