Das Steinhuder Meer

Der Lebensraum im Naturpark Steinhuder Meer ist sehr vielfältig. Wie an einem Gewässer üblich, liegen die typischen Bewohner von Feuchtgebieten natürlich weit vorn. So lassen sich in Ufernähe hauptsächlich Wasser- und Watvögel beobachten, eine Vielzahl von Insekten und auch einige Schlangen- und Amphibienarten sind ebenfalls vertreten.
Durch das reichhaltige Nahrungsangebot und die vielen Regionen mit unberührter Natur findet man neben Wasservögeln auch viele andere seltene Vogelarten. Dazu gehören zum Beispiel das Blaukehlchen, Grauwürger, Goldhähnchen und viele mehr.

Der Norden rund um Mardorf mit seinen Wäldern, den sandigen Bereichen und dem Uferweg. Der Süden mit den Orten Steinhude und Hagenburg, der Promenade und der Steege zum Verweilen. Der Westen mit den Meebruchwiesen und den Beobachtungshütten und dann noch der Osten mit den ausgedehnten Moorflächen.
Alle lohnenswerte Locations aufzuführen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Sämtliche Aufnahmen wurden auch an dieser Stelle gemacht. Das heißt natürlich nicht, dass solche Motive dort auf den Fotografen warten und garantiert vorzufinden sind, dies gilt besonders für die Tieraufnahmen. Aber zumindest ist es möglich diese Arten dort anzutreffen.

Die Meerbruchswiesen im Westen

Die bequemste Möglichkeit die Meerbruchswiesen zu erkunden ist vom Ortskern in Winzlar aus. Von dort sind es ca. 2 Kilometer bis zu den Beobachtungshütten. Bereits auf dem Weg zum Westufer lassen sich zu jeder Jahreszeit zahlreiche Beobachtungen machen. Neben Libellen und Fröschen findet man hier hauptsächlich verschiedene Vogelarten. Dazu gehören zum Beispiel Goldammer, Schwanzmeise, Dorngrasmücke, Schafstelze und Raubwürger. Dort wo die Wiesen überschwemmt sind kann man Graugänse, Meerbruchläufer, Kiebitz und viele andere Limikolenarten beobachten. Das sind nur einige Beispiele, die gesamte Vogelwelt aufzuzählen würde den Rahmen des Textes sprengen.
Eines der großen Highlights der Meerbruchswiesen ist mit Sicherheit der Seeadlerhorst, der bereits vom Weg aus hoch in den Bäumen nicht zu übersehen ist. Mit ein wenig Glück fliegen die Seeadler auch in Richtung Meerbruchswiesen und man kann die majestätischen Vögel sehr gut im Flug fotografieren. Wenn die Gänse und viele anderen Vögel panisch aufsteigen, ist dies ein erstes Indiz dafür das der Seeadler in der Nähe ist. Den Seeadlerhorst kann man auch direkt vom Weg aus oder aus Hütte 2 (Gänsewiese Hütte) fotografieren. Die beste Jahreszeit ist der April, da die Bäume kaum Blätter haben und die Seeadler bereits mit Nisten anfangen und oft im Horst sitzen. Auch wenn der Horst näher ist als in manch anderen Schutzgebieten, sind für brauchbare Aufnahmen mindestens 800 mm Brennweite erforderlich. Optimal wären 1.200 mm (z.B. 600er plus Konverter). Durch das Luftflimmern an wärmeren Tagen sind aber selbst mit Supertele-Objektiven keine richtig scharfen Aufnahmen möglich. Da hilf nur Geduld und warten bis einer der Seeadler über einen hinweg fliegt.
Vom Weg durch die Meerbruchswiesen zweigt ein Pfad in Richtung Ufer Steinhuder Meer ab, sich auch die Beobachtungshütten und der Aussichtsturm befinden.
Nach wenigen Metern kommt auf der linken Seite die Hütte 1 (Rotkehlchen Hütte) mit Blick auf das Vogelbiotop am Heudamm. Das Gebiet ist ab Frühjahr überschwemmt und in erster Linie findet man hier Schwäne, Gänse und diverse Entenarten. Die Hütte 2 (Gänsewiese Hütte) ist mein persönlicher Favorit. Wie schon erwähnt hat man von hier aus den besten Blick auf den Seeadlerhorst, aber viel interessanter ist der Entwässerungsgraben und eine kleiner See. Hier lassen sich aus nächster Nähe Dorngrasmücke, Kiebitze, Schafstelzen, Bekassine, Gänse, Enten, Fasan und viele weitere Arten beobachten und fotografieren. Rehe sind hier auch Dauergast.

Eine beste Jahreszeit gibt es nicht, hier ist immer was los.

Anfang 2018 erscheint übrigens das neue Buch WILD@ Steinhuder Meer in Zusammenarbeit von naturfotografie.de und Jörn Gebhardt. Darin gibt es zahlreiche Locationstipps rund um die Naturoase Steinhuder Meer.

 

 

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